Gewalt in Heidenau: Demonstriert lieber gegen die Banken

cropped-good-morning-vietnam-15-4-1_wissenswertes2.jpgWurzeln des Problems: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/augstein-wir-brauchen-einen-linken-populismus-a-1050085.html
(…)eine zunehmend ungerechter werdende Gesellschaft. Auf diese Weise sind die Demonstranten vor den Flüchtlingsheimen auch nur die dienstbaren Deppen des Systems.

Das ist wohl das beste was ich bisher zu diesem Thema gelesen habe, auch wenn es, like Augstein, etwas verschwurbelt daher kommt.

Dazu Zitiere ich, nicht zum ersten, mal:
Es geht im Prinzip darum, demokratische Institutionen zu befähigen, das Kapital, den Kapitalismus, das Eigentumsrecht, in den Dienst des öffentlichen Interesses zu stellen. Und die zentrale Frage lautet, ob dieses Versprechen heute gehalten wird.
Thomas Piketty: https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2014/dezember/das-ende-des-kapitalismus-im-21.-jahrhundert


Update(today) – SPON Kommentar:

#224 Heute, 21:22 von Eardwulf

Zitat von Patrik74
Erstaunlich, dass so ein Beitrag in den Leitmedien überhaupt erscheinen darf.Schön wäre es, wenn dieser Zusammenhang nicht nur auf der Meinungsseite, sondern als voller Artikel abgedruckt würde – aber das würde wahrscheinlich zum abrupten Abebben der Werbeeinnahmen und gleichzeitig der Verweigerung der dann notwendigen Finanzierung führen.Der Artikel enthält aber eine Ungenauigkeit, denn er benennt die Banken als die wahren Gegner. Dabei sind diese nur Werkzeuge jener, die ihre maßgeblichen Kunden und Anteilseigner sind (oft genug sind es letztlich genau die selben), nämlich jenes 1% der Menschheit, das mehr besitzen als alle anderen 99% zusammen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/ungleichheit-superreiche-besitzen-mehr-als-die-anderen-99-prozent-a-1013655.htmlEs sind nicht „die Griechen“ oder „die Flüchtlinge“, die dafür verantwortlich sind, dass „die Heidenauer“ niemals Licht am Ende Tunnels sehen werden. Es ist „die Elite“, die es geschafft hat, „die Politik“ und „die Wissenschaft“ so zu beherrschen, dass eine bestimmte (Wirtschafts-)Doktrin eine solche allgemeine Verbreitung und Akzeptanz gefunden hat, dass sie als selbstverständlich gültig wahrgenommen und selten hinterfragt wird, obwohl sie erwiesenermaßen weder die Wirtschaft adäquat erklären kann, noch in irgendeiner Weise hilfreich ist, um auf diese gezielt Einfluss zu nehmen. Sie ist ein reines Rechtfertigungskonstrukt für die immer weiter fortschreitende Vermögenskonzentration, mehr nicht.Aber es ist ja so viel einfacher, auf die hilflosen einzudreschen als mal sein Gehirn einzuschalten.Zugegeben: Der wahre Gegner ist weniger greifbar und sehr viel mächtiger.

Alles richtig, nur haben Sie den Artikel nicht richtig gelesen, denn Herr Augstein beschreibt den Zustand schon recht gut, zugegeben, etwas verschwurbelt aber durchaus treffend. Der „wahre“ Gegner ist greifbar, denn er sitzt, vertretten durch unsere Politiker, in unseren Reihen.

Ich zitiere noch einmal Piketty: „Es geht im Prinzip darum, demokratische Institutionen zu befähigen, das Kapital, den Kapitalismus, das Eigentumsrecht, in den Dienst des öffentlichen Interesses zu stellen. Und die zentrale Frage lautet, ob dieses Versprechen heute gehalten wird.“

Und, das Versprechen wird – heute – nicht gehalten! „Wurzeln des Problems:(…) eine zunehmend ungerechter werdende Gesellschaft. Auf diese Weise sind die Demonstranten vor den Flüchtlingsheimen auch nur die dienstbaren Deppen des Systems.“


Einen Vergleich mit Nazi-Deutschland habe ich mir erspart, denn damals waren es auch dienstbare Deppen des Systems. -> https://bemerker.wordpress.com/2015/06/29/das-darf-der-grieche-nicht/

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