„Der Fall Colonia Dignidad ist eine deutsch-chilenische Menschenrechtstragödie“

thx_4_friendshitBereits im Vorfeld der chilenischen Militärdiktatur (1973-1990) entwickelte sich die Colonia Dignidad zur kriminellen Organisation. Der Militärputsch wurden in der Siedlung mit vorbereitet und ab dem 11. September 1973 war die Colonia Dignidad ein integraler Bestandteil der Repressionsmaschinerie der Diktatur.[…] In der Bundesrepublik suchte und fand die Colonia Dignidad Fürsprecher vor allem in Reihen der CSU, die teilweise offen mit der chilenischen Diktatur sympathisierten und die Colonia Dignidad als ein Stück „Auslandsdeutschtum“ und Bollwerk gegen den Kommunismus auffassten.[…] Während [heute] auf dem Colonia-Gelände Oktoberfeste mit Maßbier gefeiert und ein folkloristisch-antiquiertes Deutschlandbild vermittelt wird, organisieren Angehörige von Verschwundenen seit Jahrzehnten Mahnwachen am Tor der Sektensiedlung. Sie fordern eine Antwort auf die quälende Frage „Donde están?“(wo sind sie?, die verschwundenen Angehörigen?)[…] Die Aktenbestände zum Thema Colonia Dignidad im Auswärtigen Amt und bei anderen Bundesbehörden wie Bundeskanzleramt und BND sollten vollständig für Wissenschaftler geöffnet werden.[…] Menschenrechtsgruppen fordern seit langem die Errichtung einer Gedenkstätte in der Colonia Dignidad sowie die Umwandlung des ehemaligen Stadthauses der Colonia Dignidad in Santiago (Campo de Deportes 817, Nuñoa) in ein Dokumentationszentrum.

Informativ: https://amerika21.de/dokument/151761/colonia-dignidad-steinmeier

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