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Griechenland: Weiter geht’s mit Ausverkauf oder raus aus dem Euro

nur noch Exekutor der „Eurogroup“: http://www.maskenfall.de/?p=11164

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Die Banalität der Gewalt

thx_4_friendshitNur gut das der Autor, Giorgos Christides, zu FAUL war, den Ursprung der Flüchtlingswelle zu hinterfragen, nein, der Populist beschränkt sich darauf die Flüchtlinge und ihre Lebensumstände als Übel darzustellen. Das es keine Flüchtlinge geben würde, wenn der Westen nicht ständig „seine“ Werte und Demokratie zu exportieren versuchen würde, davon steht nicht ein Wort in dieser bodenlosen Frechheit, welche der Spiegel versucht als Journalismus zu verkaufen. Es steht auch nichts in dem Artikel, dass wenn man nur ein Bruchteil der Millionen und Milliarden die man in Regimechanges, den Aufbau von Armeen und dem Export von Meinungsfreiheiten(eingefordert immer nur woanders, nur nicht hier, im eigenen Land)  ausgeben würde, es den Menschen, selbst in diesen furchtbaren Lagern, besser gehen würde.

Für den eiligen gibt es immerhin eine Zusammenfassung, lesen, verstehen und reflektieren war einmal – Meinung vorgeben, dass ist der Journalismus der Neuzeit im #neuland: Zusammengefasst: Im improvisierten Flüchtlingscamp in Idomeni ist die Gewalt zu etwas Alltäglichem geworden. Und das Elend: Kinder, die in absoluter Armut leben und mit Steinen spielen. Schwangere Frauen, die in nassen Zelten schlafen müssen. Alte, die für eine warme Mahlzeit stundenlang anstehen müssen. Wer lange genug hier ist, stumpft ab und nimmt die Bedingungen vor Ort hin.

Darauf kommt es doch schliesslich an!

Idomeni: http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-in-idomeni-gewalt-und-chaos-sind-alltaeglich-geworden-a-1087046.html

Studie: Die Berichterstattung deutscher Medien in der griechischen Staatsschuldenkrise

cropped-good-morning-vietnam-15-4-1_wissenswertes2.jpgDie Studie untersucht die Berichterstattung zur griechischen Staatsschuldenkrise im ersten Halbjahr 2015 in der deutschen Medienöffentlichkeit am Beispiel bundesweiter Tageszeitungen sowie der Onlineplattform „Spiegel Online“. Mittels quantitativer Inhaltsanalyse der Artikel zur griechischen Staatsschuldenkrise wurden Berichterstattungsintensität, Anlässe, Akteure, Inhalte, Themen und Wertungen erfasst. Dies erlaubt Aussagen über deren Vielfalt, Ausgewogenheit, Neutralität und Tiefe sowie das Ausmaß der Europäisierung. Es zeigt sich, dass die Berichterstattung zur griechischen Staatschuldenkrise sehr stark regierungsgeprägt, mehrheitlich meinungsorientiert und wertend ist. Dabei wird die deutsche Regierung in den Artikeln viel weniger gewertet als die griechische. Es werden erheblich häufiger Aussagen über die griechische Regierung gemacht, als dass diese zu Wort kommt und in 26 Prozent der Artikel gehen Meinungen und Wertungen direkt von Journalisten aus, welche die Artikel verfasst haben. Insgesamt erfüllt die Berichterstattung nicht die erforderlichen Qualitätsstandards.

1 von 106: http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_study_45_2016

Diskussion

weil, es intressant war:

Ich will eigentlich keine Abhandlung über Korruption, (deutsche/ französische)Banken, deutsche Rüstungsunternehmen(z.B. U-Boote), NATO usw. schreiben, dass würde auch den Rahmen des Kommentarbereiches sprengen.

Ich versuche es mal in ganz kurz(das kann man im übrigen alles recherchieren), deutsche Rüstungsfirmen haben an Griechenland mehrere Güter verkauft, deren Finanzierung wurde – unter anderem – von der Comerzbank bewerkstelligt, der Hintergrund war, dass die NATO, Griechenland als strategisch wichtigen Punkt angesehen hat.

Um die Kreditwürdigkeit eines 11 Millionen Volkes wurde sich, bei der Finanzierung, einen Schei.. gekümmert – es wurde hingenommen.

Heute sitzt Griechenland auf einem Schuldenberg der sich aufgrund der Zinses-Zinses-Geldpolitik selber mehrt; und jetzt, aktuell, zahlen, unter anderem, die deutschen Schlafschafe den Zinsbrei, von dem das Volk, weder das deuschte – noch das griechische, etwas hat! Es ist letzlich eine übelst große Umschichtung von öffentlichen Geldern hin zu privaten.

Wie kann es sein, dass Schulden, trotz Milliarden Zahlungen, steigen?: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/167459/umfrage/staatsverschuldung-von-griechenland/

Wer das nicht sehen will, der will eben nicht.

    Update(Zusammenführung zweier Kommentare):

Richtig perfide wird es, wenn man sieht wie Griechenland einen Kredit, inkl. dazugehöriger Zinsen, aufnehmen muss, um die Zinsen von vorangegangenen Krediten zu bezahlen. Wenn man dem Varoufakis Zitat glauben schenken kann, dann muss Griechenland, ansonsten -> Exekution – im österreichischem: Pfändung – und wie pfändet man einen renitenten Staat? Diese Frage kannst du dir selber beantworten.

Im übrigen hat das ganze auch ein historisches Geschmäckle und in Hinsicht der, herbei geschriebenen, Russland-Krise, auch einen geopolitischen Grund…

q: https://bemerker.wordpress.com/2015/06/29/das-darf-der-grieche-nicht/comment-page-1/

Antwort von Varoufakis auf die Anschuldigungen von “Kathimerini” – „Plan B“

cropped-good-morning-vietnam-15-4-1_wissenswertes2.jpgOriginal: http://yanisvaroufakis.eu/2015/07/27/statement-by-yanis-varoufakis-on-the-finmins-plan-b-working-group-the-parallel-payment-system/


Juli 2015

Stellungnahme von Yanis Varoufakis zu einer Arbeitsgruppe des FinMin über einen Plan B und ein paralleles Zahlungssystem

Stellungnahme des Büros von Yanis Varoufakis, ehem. Finanzminister, Mitglied des griechischen Parlaments

Während der Verhandlungen der griechischen Regierung mit der Eurogruppe hatte Minister Varoufakis die Aufsicht über eine Arbeitsgruppe, die mit Vorbereitungen von Notfallplänen betraut war. Diese Pläne richteten sich gegen Anstrengungen der Kreditgeber, die griechische Regierung zu destabilisieren und man sah innerhalb der Eurzone Kräfte am Werk, Griechenland aus dem Euro zu werfen. Diese Arbeitsgruppe wurde vom Finanzminister auf Geheiß des Premierministers einberufen. Die Koordination hatte Professor James K. Galbraith.
(Link zu einer Stellungnahme von Prof. Galbraith:
http://yanisvaroufakis.eu/2015/07/27/professor-james-k-galbraiths-statement-on-the-ministry-of-finance-working-group-convened-by-former-finance-minister-yanis-varoufakis/

Man muss darauf hinweisen, dass Herr Varoufakis vor der Bestätigung der Existenz besagter Arbeitsgruppe von allen Seiten kritisiert wurde, dass er es versäumt habe Notfallpläne gemacht zu haben. Die griechische Nationalbank, die EZB, die Finanzministerien aller EU.Staaten, die internationalen Organisationen, alle hatten schon seit 2012 solche Pläne in ihren Schubläden. Das griechische FinMin wäre nachlässig gewesen, wenn es nicht solche Notfallpläne aufgestellt hätte.

Seit Herr Varoufakis die Existenz dieser Arbeitsgruppe verkündete, suhlen sich die Medien in weit hergeholten Berichten, die die Qualität der öffentlichen Debatte beschädigen. Die Arbeitsgruppe des FinMin handelte ausschließlich im Rahmen der Regierungspolitik und ihre Empfehlungen waren immer auf das öffentliche Interesse ausgerichtet. Sie hielt sich an die Gesetze des Landes und ihr Ziel war es, das Land in der Eurozone zu halten.

Jetzt zu dem Artikel aus „Kathimerini“ mit der Schlagzeile „Der Plan B mit hijacking und hacking“: Kathimerini hat es versäumt, Herrn Varoufakis zu befragen. Und der abwegige Verweis auf „Diebstahl der Steuernummern aller Steuerzahler“ sorgte für Verwirrung und trug zu der von den Medien verbreiteten Desinformation bei. Der Artikel bezieht sich auf ein Projekt des Ministeriums, wie es von Minister Varoufakis bei seiner Abschiedsansprache zur Amtsübergabe im FinMin am 6. Juli beschrieben wurde. In dieser Ansprache sagte Herr Varoufakis eindeutig:
„Das Generalsekretariat für Informationssysteme untersucht jetzt, wie Taxisnet (das online Steuersystem des Finmin) besser gemacht werden kann als es jetzt ist; damit es ein Zahlungssystem für Dritte wird, ein System das die Effizienz steigert und die Außenstände des Staats an die Bürger, und umgekehrt, verringert.“
Dieses Projekt war kein Aufgabenbereich der Arbeitsgruppe. Dieses Projekt wurde von Finanzminister Varoufakis umfänglich dem Kabinett vorgestellt und sollte unabhängig von den Brüsseler Verhandlungen umgesetzt werden. Es sollte zu einer beträchtlichen Steigerung der Effizienz beitragen, bei der Zahlungsabwicklung zwischen Staat und Steuerzahler und bei der Abwicklung zwischen Steuerzahlern.

Abschließend ist festzuhalten dass während der 5-monatigen Verhandlungen, die Europa in Atem hielten und die Debatte auf dem Kontinent verändert haben, das Finanzministerium alles mögliche – gegen viele Widerstände – versucht hat, dem öffentlichen Interesse zu dienen. Die gegenwärtigen Aktionen der Medien wollen diese Versuche in den Dreck ziehen. Aber die Versuche, das Vermächtnis dieser fünf entscheidenden Monate bezüglich Demokratie und gesundem Menschenverstand zu beschädigen – sie werden scheitern.


q: https://propagandamelder.wordpress.com/2015/07/27/propagandameldungen-vom-27-juli-2015/comment-page-1/#comment-23111