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NSA-Ausschuss: Opposition begrüßt Assanges verlockendes Angebot

Ja, klar, zur Erinnerung – vorab: https://bemerker.wordpress.com/2015/06/14/bnd-merkels-schleichende-staatskrise/

Ströbele liefert die Ausrede im Kadavergehorsam gleich mit, „Mal sehen, ob die Briten uns reinlassen“, meint Ströbele.

Da die britische Polizei Assange beim Verlassen der Botschaft sofort verhaften würde, müssten die deutschen Abgeordneten zu ihm nach London in die Botschaft reisen. #Neuland, von Internet, Skype(mit eingebautem Schnorchel der NSA), eMail, IRC oder sonstigen Chatsystemen haben die auch noch nichts gehört: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/julian-assange-opposition-freut-sich-ueber-verlockendes-angebot-a-1044264.html

Mal davon abgesehen das sich diese Affäre immer mehr zur Farce entwickelt und man sich ernsthaft die Frage stellen muss, ist das hier noch eine Demokratie?

cropped-good-morning-vietnam-15-4-1_wissenswertes2.jpgps: Kleiner Tipp am Rande, man gehe in den nächsten Mediamarkt, kaufe für 500.- Euronen einen 0815 Laptop, formatiere diesen und installiere ein Linux(z.B. CentOS) darauf – im Anschluss baue man einen End-2-End-VPN-Tunnel mit seinem Gesprächspartner auf. Schon kann man sich wunderbar ungestört unterhalten… Als Chat-Service könnte man einen XMPP-Server empfehlen: https://xmpp.org/xmpp-software/servers/ – Datenaustausch würde sich sehr schnell und einfach via NFS realisieren lassen… aber genug von dem Kram. ;-)

BND: Merkels schleichende Staatskrise

wolfKonkret übermittelte der amerikanische Nachrichtendienst NSA mehr als zehn Jahre lang sogenannte Selektoren[Suchbegriffe] an den BND[…]Auch die Bundesregierung war mindestens seit 2008 über die illegale Ausspähung informiert[…][alles]„nach bestem Wissen und Gewissen“
Keine Verantwortung, nirgends: https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2015/juni/bnd-merkels-schleichende-staatskrise

War es nicht erst 2013 als dem Bürger vermittelt wurde das die deutschen Nachrichtendienste nicht die hellsten Lampen am Kronleuchter sind?
GoogleSearchString: prism|xkeyscore|tempora + inurl:spiegel.de

„Das BfV testet die vom SPIEGEL angesprochene Software, setzt sie aber derzeit nicht für seine Arbeit ein.“ Dass der BND das Werkzeug ebenfalls gut kennt, erschließt sich aus einem dem SPIEGEL bekannten NSA-Dokument. Darin heißt es, die Kollegen vom BND sollten den Inlandsgeheimdienst im Umgang mit dem Spionageprogramm schulen.
q: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/xkeyscore-spionagewerkzeug-wird-von-bnd-und-bfv-genutzt-a-912260.html
Das war am 21.07.2013.

Der Zeuge wurde aus Geheimhaltungsgründen nur unter dem Namenskürzel R.U. vorgestellt. Er bestätigte den Einsatz der US-Spähsoftware XKeyscore durch den BND.
q: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bnd-leiter-von-lauschanlage-bestreitet-massenerfassung-a-993773.html
Am 26.09.2014.

Also um mal etwas klar zu stellen, die USA ziehen weltweit Datensätze ab und speichern diese in ihrem Wasserwürfel in Utah: http://de.wikipedia.org/wiki/Utah_Data_Center#Betreiber_und_Zweck , dann hat man dem BND einen Client zur Verfügung gestellt, mit dem dieser seinerseits Daten auslesen kann(XKeyScore).

Im Jahr 2015 liesst sich das in etwa so, wir speichern die Daten und der NSA fragt bei uns an um diese auszulesen und an die USA zu übermitteln – AHA. Voriges Jahr, 2014, schmierte der SPIEGEL einen Artikel dahin, in dem es heisst:
Der Bundesnachrichtendienst (BND) arbeitet an einem Frühwarnsystem gegen Cyber-Attacken über das Internet. Bis zum Jahr 2020 sind dafür rund 300 Millionen Euro veranschlagt.[…]Bei den BND-Plänen geht es aber nicht nur um die Abwehr von Wirtschaftsspionage, sondern auch um Rezepte gegen Cyber-Attacken auf kritische Infrastruktur wie etwa die Elektrizitäts- oder Wasserversorgung.[…]„Nur mit modernster Hardware können wir den rasanten Entwicklungen im Cyber-Raum folgen“, sagte Schindler bei der Veranstaltung. Und: „Konnten wir bislang nur auf Angriffe reagieren, die bereits stattgefunden haben, haben wir mit SSCD[Sigint Support to Cyber Defense] neben der Möglichkeit, Angriffe überhaupt zu erkennen, erstmals die Möglichkeit, proaktiv und vorbeugend tätig zu werden.“
q: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/bnd-arbeitet-an-fruehwarnsystem-gegen-cyber-attacken-a-969899.html
Am 16.05.2014.

Und wenn wir schon einmal dabei sind, am 26.06.2014 schrieb die Süddeutsche folgendes:
Schlechte Nachrichten für Verizon: Bundestag und Bundesregierung wollen ihre Netz-Infrastruktur nicht länger von dem umstrittenen US-Provider betreiben lassen und künftig auf nationale Lösungen setzen. Zumindest bei der Regierung könnte das aber noch dauern.
Künftig, also was künftig in dieser Regierung heisst, dass wissen wir. Das Verizon ein US-Provider mit eingebautem Schnorchel der NSA ist, dass wissen wir, hoffentlich, auch!
q: http://www.sueddeutsche.de/digital/internet-infrastruktur-bundestag-und-regierung-werfen-verizon-raus-1.2019225
Abgeordnete und Mitarbeiter bekommen vom Deutschen Bundestag Internet-Adressen des amerikanischen Anbieters Verizon. Das hat netzpolitik.org vor Ort selbst nachgeprüft. Da die Verbindungen von Verizon mit der NSA offenkundig sind, präsentiert der Bundestag daher die eigentlich schützenswerte Kommunikation den fremden Geheimdiensten quasi auf dem Silbertablett.
q: https://netzpolitik.org/2014/arbeitserleichterung-fuer-die-nsa-deutscher-bundestag-bezieht-internet-von-us-anbieter-verizon/

Verizon war schon einmal in der Presse, nämlich am 06.06.2013, Ein Gericht habe entschieden, dass der Telefonanbieter Verizon detaillierte Informationen über alle Telefonate innerhalb der USA und zwischen den USA und dem Ausland an die Behörde geben müsse, berichtete die britische Zeitung „The Guardian“ am Donnerstag online.
q: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/us-geheimdienst-nsa-sammelt-daten-des-telefonanbieters-verizon-a-904061.html

Zudem ist Verizon auch auf einer anderen Liste zu finden, Anfang August 2013 berichteten die Süddeutsche Zeitung und der NDR nach Einblick in von Edward Snowden bereitgestellte Dokumente, dass US-amerikanische und britische Telekommunikationsunternehmen und Netzbetreiber aufgrund gesetzlicher Anweisung mit nationalen Geheimdiensten zusammenarbeiten, um diesen zu ermöglichen an Daten im Ausland zu gelangen.
q: http://de.wikipedia.org/wiki/Globale_%C3%9Cberwachungs-_und_Spionageaff%C3%A4re#Zusammenarbeit_von_Unternehmen_und_Geheimdiensten
Es gibt noch eine weitere Liste, die ich nicht mehr finden kann, daher nur kurz am Rande, es gibt Unternehmen in Deutschland von dennen Deutschland wusste das diese einen „Auftrag“ hatten, darunter auch Verizon.

Mal davon abgesehen, dass das jetzt seit Anfang 2013 durch unsere Medien getrieben wird, was wurde denn, greifbar, unternommen um dem Einhalt zu gebieten? NICHTS. Also, ausser der Bevölkerung eine schicke Schere zu verpassen: http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstzensur

Zusatz(vom 26.06.2013), Stellungnahme zum Bericht im heute journal vom 25.06.2013:
26. Juni 2013 – Im heute journal vom 25.06.2013 legt der Bericht „Wer kann was wo abhören?“ nahe, dass die NSA seit Jahren direkten Zugang zu den Daten hat, die an deutschen Internetknoten ausgetauscht werden. Wir schließen das aus: NSA und andere angelsächsische Dienste hatten und haben keinen solchen Zugang zu den von uns betriebenen Internetknoten und zugehörigen Glasfasernetzen. Ein solcher Zugriff wäre in Deutschland rechtlich in keiner Weise legitimiert. q: https://presse.de-cix.net/releases/pressemitteilung/article/stellungnahme-zum-bericht-im-heute-journal-vom-25062013/

Eikonal(am 04.10.2014): https://netzpolitik.org/2014/eikonal-wie-der-bnd-der-nsa-zugang-zum-internetknoten-de-cix-schenkte/
Der kalkulierte Grundrechtsbruch der Bundesregierung – Wie der BND der NSA Zugang zum Internetknoten DE-CIX schenkte

NSA Untersuchungsausschuss: http://de.wikipedia.org/wiki/NSA-Untersuchungsausschuss#Operation_Eikonal