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Dissecting the Propaganda on Syria

cropped-good-morning-vietnam-15-4-1_wissenswertes2.jpgOriginal: https://consortiumnews.com/2016/09/06/dissecting-the-propaganda-on-syria/

Übersetzung(FritztheCat): https://propagandamelder.wordpress.com/2016/09/07/propagandameldungen-vom-07-september-2016/comment-page-1/#comment-81116

Eine Obduktion der Syrien-Propaganda

von Rick Sterling, 06.09.2016

Auf der jüngsten Jahreskonferenz der „Veterans for Peace“ sagte VFP-Vizepräsident Jerry Condon: „Die US-Friedensbewegung wurde durch die Desinformation zu Syrien demobilisiert.“

Diese Desinformation und Propaganda zu Syrien erscheint in drei unterschiedlichen Formen. Die erste ist die Dämonisierung der syrischen Führung. Die zweite ist die Romantisierung der Opposition. Die dritte Form beinhaltet Angriffe auf jeden, der die vorher genannten Charakterisierungen in Frage stellt.

Vor kurzem gab es einen Artikel, der beispielhaft alle drei Formen enthält. Der Titel lautet „Anti-Imperialismus und die syrische Revolution“ und stammt von Ashley Smith von der „International Socialist Organization“ (ISO). Ein bemerkenswertes Stück aus fehlerhafter Information und falscher Analyse. Weil es klar und gut geschrieben ist, kann es Leute, die über die Fakten bezüglich Syrien nicht gut informiert sind, zu falschen Schlüssen bringen. Daher ist es wichtig, sich kritisch damit auseinanderzusetzen.

Die 1. Technik: Dämonisiere den Feind… “das syrische Regime und sein brutaler Diktator“

Smith beginnt mit einer Frage: Bist Du für die syrische Revolution oder für die brutale Assad-Diktatur? So wie es formuliert ist, ist das keine schwierige Entscheidung: Es lebe die Revolution!

Aber der Artikel von Smith ist eine Erzählung bar jeder Realität. Seine Parteilichkeit zeigt sich in seiner Kritik der Linken, sie würden „Assads Massaker an ca. 400.000 Syrern“ ignorieren. Diese Einrahmung, wie sie in den westlichen Massenmedien üblich ist, gibt dem Präsidenten Bashar al-Assad die ganze Schuld an den Toten im Syrien-Konflikt, einschließlich der 100.000 bis 150.000 syrischen Soldaten und Verbündeten.

Mit anderen Worten: Smith hält Assad für alles verantwortlich, einschließlich der Tötung syrischer Soldaten durch die bewaffnete Opposition. Dieser Opposition, die von Saudi Arabien, Katar, der Türkei und den USA finanziert und bewaffnet wird, gehören extreme Dschihadistengruppen an, darunter Al Qaedas alte Untergruppen und der Islamische Staat. Dennoch trage keiner der Führer, die diese Rebellen ausstatten – in Widerspruch zu internationalem Recht – eine Schuld am Tod und der Zerstörung in Syrien. So reimt es sich Smith zusammen.

Ein weiteres Beispiel der falschen Propaganda ist die Diskussion über die Angriffe mit Chemiewaffen, die am 21. August 2013 nahe Damaskus passierten. Die Neokonservativen und ein Großteil der Massenmedien nannten diese Ereignis einen „Beweis“ für die Brutalität Assads – „er tötet sein eigenes Volk“ – und sie reden vom „Versagen“ Präsident Obamas, seine „rote Linie“ gegen den Einsatz von Chemiewaffen nicht durchgesetzt zu haben. Smith reiht sich in die Neokons und MSM ein und sagt: „Barack Obama kam unter Druck, militärisch in Syrien einzugreifen, nachdem das Regime einen Angriff mit Chemiewaffen in einem Vorort von Damaskus verübte. Aber er unterstützte einen von Russland ausgehandelten Deal, der Assad schützte.“

In Wahrheit deuten überwältigende Beweise nun darauf hin, dass der Saringas-Angriff von einer Oppositionsgruppe ausgeübt wurde. Das Ziel war es, die USA dazu zu bringen, die syrische Regierung direkt anzugreifen. Kurz nach dem Ereignis hat die „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“, eine Gruppe ehemaliger US Geheimdienstbeamter (Anm.d.Ü.: dazu gehört auch Ray McGovern) eine Stellungnahme veröffentlicht, die berichtet, dass „die verlässlichsten nachrichtendienstlichen Erkenntnisse zeigen, dass Bashar al-Assad NICHT für den Chemie-Zwischenfall verantwortlich war“.

Später hat Seymour Hersh in zwei langen investigativen Artikeln darauf hingewiesen, dass Jabhat al Nusra, ein Al Qaeda-Ableger, mit türkischer Unterstützung dafür verantwortlich sei. Robert Parry zerlegte die Analyse von Human Rights Watch (HRW), die die syrische Regierung beschuldigte, als einen „dreckigen Haufen schlechter Beweise“, die durch ballistische Experten widerlegt wurden. Sie kamen zu dem Schluss, dass die eine Rakete, die Sarin enthielt, eine viel geringere Reichweite besaß als es die Analyse von HRW voraussetzte.

Im türkischen Parlament legten türkische Abgeordnete Dokumente vor, die zeigten, dass die Türkei chemische Komponenten für Sarin an syrische „Rebellen“ geliefert hatte. Eine detaillierte Untersuchung und Analyse von „whoghouta.blogspot.com“, wahrscheinlich die verständlichste Zusammenstellung von Daten zu dem Sarin-Beschuss, kommt zu dem
Schluss, dass „das einzige plausible Szenario, das zu den Beweisen passt, ein Angriff durch Oppositionskräfte ist“.

Also warum beharrt Ashley Smith darauf, dass die Schuld der syrischen Regierung eine nackte Tatsache sei, wenn die Beweise in eine ganz andere Richtung zeigen?

Smith beschuldigt die syrische Regierung auch der umfassenden Folter. Sein Hauptbeispiel ist der Fall des syrischen Kanadiers Maher Arar, der von US-Behörden unter Mithilfe kanadischer Offizieller festgenommen wurde und danach 2002 an Syrien zur Befragung „ausgeliefert“ wurde. Arar wurde in den ersten Wochen seiner Befragung in Syrien geschlagen. Nach einer zehnmonatigen Gefangenschaft haben die syrischen Behörden entschieden, dass er kein Terrorist sei und schickten ihn zurück nach Kanada, wo er von der kanadischen Regierung eine offizielle Entschuldigung und 10 Millionen Dollar erhielt.

Der Fall Arar ist eindeutig ein Fall, in dem mehrere Regierungen Kritik verdienen, einschließlich Syrien, Kanada und die USA, die zu der Zeit ein eigenes Folterprogramm gegen angebliche Terroristen unterhielten. Und dennoch wird Syrien als das einzige Land mit gewalttätiger Strafe erwähnt. Smith wirbt nicht für eine Invasion der Vereinigten Staaten und Kanadas wegen ihrer Rolle bei der Misshandlung Arars.

Andere Fälle zu Syrien sind komplizierter. Die am weitesten verbreiteten Anschuldigungen zu Folter kommen von einer Person namens „Caesar“, der der Öffentlichkeit als übergelaufener syrischer Fotograf präsentiert wurde, der 55.000 Fotos hatte, die die Folter von 11.000 Syrern durch das Assad-Regime dokumentieren sollen.

Die westlichen Massenmedien waren gegenüber der syrischen Regierung sowieso durch und durch feindselig, nur der Christian Science Monitor war über die „Caesar“-Präsentation skeptisch und nannte sie „ein zeitlich gut platziertes Propagandamanöver“. Letztes Jahr stellte sich heraus, dass fast die Hälfte der Fotos genau das Gegenteil der Behauptungen zeigt. Die „Caesar-Geschichte“ ist im Grunde ein Schwindel, der von Katar mit „gekauften Anwälten“ errichtet wurde. Damit bekam es einen professionellen Anstrich und erhielt massive Unterstützung in den Massenmedien.

Die westlichen Medien bezeichnen Assad zwar in der Regel als einen Diktator, aber er wurde tatsächlich gewählt und ist bei der Mehrheit der Syrer nach wie vor beliebt. Viele fürchten seinen möglichen Sturz durch radikale Dschihadisten. Viele Syrer wollen eine Rückkehr zur Normalität, nach fünf Jahren gewaltsamer Rebellion, die großteils von Ausländern finanziert und unterstützt wird.

Obwohl nicht reich, war Syrien zum größten Teil selbstversorgend, mit einem halb sozialistischen Staatsapparat, einschließlich freiem Gesundheitswesen, freier Bildung und einer großen Industrie, die zu 51% dem Staat gehörte. Als Antwort auf berechtigte Forderungen zu Beginn der politischen Proteste brachte die Assad-Regierung Reformen auf den Weg, die das Ein-Parteien-System beendeten. Jetzt gibt es Parteien quer über das gesamte politische Spektrum, einschließlich einer echten „gemäßigten Opposition“. Eine Wahl im Juni 2014 bestätigte die Popularität Assads, trotz des Beharrens der von außen unterstützten Rebellen – und der westlichen Massenmedien – dass die Wahl ein Betrug gewesen sei.

Die 2. Technik: Romantisiere die Opposition… „die syrische Revolution“

Ashley Smith plappert den Massenmedien nach, die den Konflikt als einen „Bürgerkrieg“ bezeichnen, der von friedlichen, Demokratie-liebenden syrischen Revolutionären begonnen wurde, die von dem brutalen Regime rücksichtslos unterdrückt wurden.

In Wahrheit gab es von Anfang an eine gewalttätige Fraktion. Bei den ersten Protesten in Deraa wurden sieben Polizisten getötet. Zwei Wochen später gab es in Deraa ein Massaker an 60 Sicherheitskräften.

In Homs schilderte ein Augenzeuge die Situation: „Die Protestbewegung war von Anfang an nicht nur friedlich. Bereits zu Beginn sah ich bewaffnete Demonstranten bei den Protestzügen, sie feuerten zuerst auf die Polizei. Sehr oft war die Gewalt der Sicherheitskräfte nur die Reaktion auf die brutale Gewalt der bewaffneten Rebellen.“

In den ersten beiden Monaten wurden Hunderte von Polizisten und Sicherheitskräften getötet. Aber Smith ignoriert genauso wie die westlichen Massenmedien diese Wahrheit, denn sie beißt sich mit dem gewünschten Bild der guten Demonstranten, die von der bösen Regierung zu Opfern gemacht werden.

Smith und andere hören gerne den Behauptungen von amerikanischen und britischen Bürgern zu und glauben fälschlicherweise, sie würden echten Syrern zuhören. Viele dieser angeblichen Experten haben Syrien bereits als Kind verlassen und manche haben nie in Syrien gelebt. Deshalb gibt es Fantasie-Berichte wie „Brennendes Land: Syrien in der Revolution und im Krieg“.

Ein realistischeres Bild zeichnet ein Syrer der noch immer in Aleppo lebt. Er schreibt unter dem Namen „Edward Dark“ und beschreibt, wie er und seine Freunde die Übernahme Aleppos durch bewaffnete Gruppen im Sommer 2012 schnell bereut haben.

Er beschreibt die Reaktion eines Freundes, nachdem die Realität Einzug hielt: „Wie konnten wir nur so dumm sein? Wir wurden verraten!“ Ein andere sagt: „Erzählt Euren Kindern einmal, dass dies einst ein schönes Land war, aber wir haben es aus Unwissenheit und Hass zerstört.“

Edward Dark ist zufällig ein harscher Gegner von Präsident Assad und der Baath-Partei. Er war auch naiv bezüglich der Rolle des US-Botschafters Robert Ford beim Anheizen des Konflikts. Aber Darks Beschreibung der frühen Proteste und das Erscheinen einer bewaffneten Opposition klingt glaubwürdig und ist authentischer als die Porträts von Yassin-Kassab und Al Shami.

Viele der idealisierten „syrischen Revolutionäre“, die von den Autoren von „Brennendes Land“ unterstützt werden, sind ausgebildete und bezahlte Agenten der USA und Großbritanniens. Das „Aleppo Media Center“, das viele der Videos produziert, ist ein Geschöpf der USA. Die „White Helmets“, die von sich behaupten sie seien Syrer, unabhängige und unbewaffnete Ersthelfer, sind eine weitere Kreation der USA und Großbritanniens. Die „Spruchband-Jungs von Kafranbel“ sind eine weitere vom Westen gesponserte Aktion. In ihren Memoiren über ihre Zeit als Außenministerin prahlt Hillary Clinton, sie habe „das Training von Tausend Aktivisten, Studenten und unabhängigen Journalisten“ bereitgestellt (Seite 464).

Warum gründen die Feinde Syriens solche Organisationen? Zum Teil weil es ein Weg ist, um Geld und Unterstützung an die bewaffnete Opposition zu bringen. Zum Teil als Propagandawerkzeug, um die Bevölkerung des Westens zu verwirren und damit politische Unterstützung für das eigentliche Ziel zu schaffen: „Regimewechsel“.

Beispielsweise arbeiten die White Helmets hauptsächlich in den Gebieten, die von den syrischen Ablegern von Al Qaeda dominiert werden. Im Gegensatz zu legitimen Organisationen wie dem Roten Halbmond arbeiten sie nie in Gebieten die von der Regierung kontrolliert werden. Und sie sind auch an der Propagandafront aktiv und drängen ständig nach einer US/NATO-Intervention mittels einer „Flugverbotszone“.

Die US Defense Intelligence Agency lieferte im Gegensatz zu der romantisierenden Beschreibung der Rebellen durch Ashley Smith und den Autoren von „Brennendes Land“ im August 2012 eine viel treffendere Einschätzung: „Die Ereignisse nehmen eine eindeutig konfessionelle Richtung. Die Salafisten, die Moslembruderschaft und AQI (Al Qaeda im Irak, die sich zum Islamischen Staat entwickelt hat) sind die treibenden Hauptkräfte des Aufstands in Syrien.“

Die 3. Technik: Attackiere jeden als „Assad-Unterstützer“, der das Dogma in Frage stellt

Die NATO und die Golfstaaten, die mit ihrer Finanzierung und Unterstützung einer Stellvertreter-Armee den Angriff auf Syrien durchführen und damit internationales Recht und die UN Charta verletzen, sie werden von Smith nicht kritisiert. Stattdessen kritisiert er jene Gruppen auf der Linken, die gegen diese Aggression sind. Das zeigt, wie weit die International Socialist Organization und ähnliche Regimewechsel-Befürworter auf der Linken vom Weg abgekommen sind. Zum gewaltsamen „Regimewechsel“ des Westens in Libyen haben sie ähnliche Positionen vertreten und sie haben offensichtlich nichts aus diesem Desaster gelernt. Ashley Smith sollte durch Libyen reisen und dort die von ihm unterstützte „Revolution“ genießen.

Das Thema von Smith bezüglich Syrien (das sei ein einfacher Fall eines friedlichen und populären Aufstands gegen einen brutalen Diktator) ist dieselbe Sichtweise wie sie von den Neokons und den Massenmedien vertreten wird. Wie die Neokons und die MSM verleumdet Smith jene Progressiven, die das Drehbuch der US-Regierung in Frage stellen, die glauben, das syrische Volk sollte über „Assad muss weg“ entscheiden – und nicht Außenstehende. Und die der Meinung sind, dass ein ausgehandelter Frieden, gefolgt von Wahlen, das beste Rezept für die gepeinigte Nation sei.

Aber Smith kritisiert die britische „Stop the War Coalition“, sie habe sich „den Unterstützern Assads angepasst“ und „biete den Verbündeten der Diktatur eine Plattform“, insbesondere der „Regime-Versteherin Obermutter Agnes Mariam“. Es scheint so dass jeder, der Beweise liefert die der offiziellen westlichen Sichtweise widersprechen, sofort als „Befürworter“ gebrandmarkt wird und eigentlich nicht das Recht habe, seine Meinung zu äußern.

Smith ist auch darüber falsch informiert, wer für den Auftritt von Mutter Agnes in London verantwortlich war. Die palästinensisch-libanesische Nonne, die mehr als 20 Jahre in Syrien lebte, wurde während ihrer Tour von der Syria Solidarity Movement betreut und dann eingeladen, auf einer Stop the War-Kundgebung zu sprechen. Zu seiner großen Schande drohte der Hauptredner Jeremy Scahill, eng mit ISO liiert, sich aus der Konferenz zurückzuziehen falls Mutter Agnes spricht.

Scahill hat mit seinen Enthüllungen zu Blackwater und dem Drohnenkrieg große journalistische Arbeit geliefert, aber das entschuldigt nicht seine Beteiligung an der Erpressung einer Frau, die ungewöhnlichen Mut bei ihrem Einsatz für Versöhnung und Frieden in Syrien erworben hat. Aber solches Handeln ist typisch für einige fehlgeleitete „sozialistische“ Gruppen, genauso wie bei der Moslembruderschaft und ihren Verbündeten.

Mutter Agnes wurde während ihrer Tour, die sonst ein großer Erfolg war, verbal angegriffen und beschimpft. Sie sagt ständig, dass Syrien Reformen brauche, aber Reformen erreiche man nicht mit der Zerstörung des Landes.

Ashley Smith hat auch das U.S. Peace Council kritisiert, weil es vor kurzem eine Delegation nach Syrien schickte und die es gewagt haben, mit „Assad und seinen Henkern“ zu reden. In der Beziehung hört sich Smith wie die rechten Kriegstreiber an, die Jane Fonda schmähten, weil sie in den 70ern Nordvietnam besuchte. Mit seiner dogmatischen und engstirnigen Sicht fragt man sich, welche Art von „internationalem Sozialismus“ er vertritt.

Smith kritisiert auch die Kandidaten der Grünen, Jill Stein und Ajamu Baraka, wegen deren „Schweigen über die Gräueltaten Putins und Assads“. Ein weiteres Anzeichen, wie weit ISO vom Kurs abgekommen ist. Anscheinend wissen sie nichts über internationales Recht oder sie scheren sich nicht darum. Die Assad-Regierung hat das Recht, sich gegen terroristische Angriffe zu wehren, die von ausländischen Regierungen gesponsert, finanziert und ausgerüstet werden.

Ebenso besitzt Syrien das Recht, Russland und den Iran um Hilfe zu bitten. Aber mit ihrem Tunnelblick-Dogma ist das Ashley Smith und ISO egal. Es scheint als würden sie imperialistische Aggression, die Verletzung internationalen Rechts und den dadurch verursachten Tod und die Zerstörung unterstützen anstatt ihn zu bekämpfen.

Smith verunglimpft die syrische Regierung und das syrische Volk, die gegen die religiösen Kräfte kämpfen, die von der NATO, Israel und den Golfmonarchien unterstützt werden. Smith und ISO würden gut daran tun, ein paar Leute nach Syrien zu schicken um die Realität in Syrien zu sehen. Sie würden ganz etwas anderes sehen als in ihren Fieberträumen oder was ihnen von den falschen Syrern und von Dogmatikern der Moslembruderschaft eingeredet wird.

Echte Progressive sind keine „Assad-Unterstützer“, sondern Gegner der imperialistischen Aggression und Befürworter des internationalen Rechts, das besagt, dass es das Recht der Syrer ist, über ihre Führung zu bestimmen. Und damit sind die echten Syrer gemeint, nicht die im Westen erzogenen oder vom Westen bezahlten.

Ashley Smiths ungenaue Gesamtanalyse

Ashley Smith bietet eine sehr ungenaue Analyse der allgemeinen geopolitischen Situation in Syrien und darüber hinaus. Er sagt: „Die USA haben nach einer Lösung gesucht, die vielleicht Assad vertreiben würde, aber darüber hinaus bleibe sein Regime an der Macht.“ Weiter sagt er: „Von Anfang an war es US-Politik, den Kern des Assad-Staates zu erhalten.“ Smith glaubt, dass sich „die USA im Grunde von einem direkten Regimewechsel als Strategie für den Nahen Osten verabschiedet hat:“

Aber diese Behauptung der USA ist mehr Augenwischerei als Realität. So wie die Vereinigten Staaten behaupteten, ihr Ziel 2011 in Libyen sei es einfach gewesen, die unschuldigen Zivilisten im Osten des Landes zu beschützen, nicht ein „Regimewechsel“. Aber kaum hatte die Obama-Regierung die Erlaubnis des UN Sicherheitsrats für diesen Schutz, da fiel die Maske und es begann eine massive Bombardierung gegen Libyen mit dem klaren Ziel eines „Regimewechsels“, was mit der Gefangennahme, Folter und Ermordung Gaddafis erreicht wurde.

In Syrien ist die Realität sogar noch deutlicher. Die USA und ihre Verbündeten Israel und Saudi Arabien streben seit über einem Jahrzehnt nach einem „Regimewechsel“ in Syrien. 2005 hat die CNN-Moderatorin Christiane Amanpour in einem Interview mit Assad völlig offen die Situation geschildert:

„Herr Präsident, sie kennen die Rhetorik vom Regimewechsel, die aus den USA auf sie zukommt. Man sucht aktiv nach einem neuen syrischen Führer. Syrische Oppositionspolitiker bekommen Visa und Besuchsrechte. Man spricht über Ihre diplomatische Isolierung und, vielleicht, einen Staatsstreich oder das Scheitern ihres Regimes. Was denken Sie darüber?“

2007 schrieb Seymour Hersh in seinem Artikel „The Redirection“ über die Destabilisierungsversuche. 2010 sprach Außenministerin Clinton von der „Änderung des syrischen Verhaltens“ und drohte: „Präsident Assad trifft Entscheidungen, die für die Region Krieg oder Frieden bedeuten können…Wir wissen dass er auf den Iran, Hisbollah und Hamas hört. Es ist wichtig, dass er auch direkt von uns hört, damit ihm die möglichen Konsequenzen seiner Taten klar werden.“

Außenministerin Clinton wählte Robert Ford als US-Botschafter für Syrien, nachdem der als oberster politischer Offizier im Irak für Botschafter John Negroponte gedient hatte. Und wer war John Negroponte? In den 1980ern war er der Botschafter in Honduras, der die Contras in Nicaragua und die Todesschwadronen in El Salvador betreute. Negropontes Ankunft im Irak führte zu der sogenannten „El Salvador-Option“, d.h. die Entfesselung religiöser Todesschwadronen im Irak.

Seit dem Beginn des Konflikts in Syrien 2011 haben die USA viele Milliarden Dollar ausgegeben um die syrische Regierung zu stürzen oder einen Politikwechsel zu erzwingen. Der Nachschub von hochentwickelten und tödlichen Waffen an die Rebellen geht weiter.

Im April 2016 wurde berichtet, dass die USA kürzlich 994 Tonnen an hochentwickelten Raketenwerfern, Panzerabwehrwaffen und anderen schweren Waffen an „gemäßigte Rebellen“ geliefert haben. An „gemäßigte Rebellen“, die mit Ablegern der syrischen Al Qaeda verbündet sind (Jabhat al Nusra wurde vor kurzem in Jabhat Fatah al Sham umbenannt).

Smiths Theorie, die USA beabsichtigten den „Erhalt“ des syrischen Staates und dass die USA einen Regimewechsel aufgegeben hätten, wird von den Fakten nicht gestützt. Er macht mit seiner falschen Analyse weiter und sagt: „Die USA sind einzig und besessen darauf fokussiert, diese konterrevolutionäre Kraft (ISIS) im Irak und in Syrien zu besiegen.“ Und „die Obama-Regierung hat eine de facto Allianz mit Russland beschlossen.“

Das ist noch mehr Theorie ohne Beweise. Die Koalition der USA hat wenig unternommen um ISIS aufzuhalten. Bis die Gruppe begann, im Sommer 2014 westliche Geiseln zu enthaupten. Sogar danach hat die US-Koalition dem syrischen Militär keine Hilfe angeboten, als ISIS die offene Wüste durchquerte und Palmyra angriff und besetzte.

Die Koalition hat auch weggeschaut, als ISIS täglich Hunderte von Lastwagen mit dem Erdöl aus dem Osten Syriens in die Türkei schaffte. Erst als Russland vor einem Jahr auf den Plan trat und Syrien unterstützte, da begann die verwirrte US-Koalition damit, ISIS in nennenswerter Weise zu attackieren.

Was die „de facto Allianz“ angeht: Darum hat Russland die USA gebeten, aber keine Antwort erhalten. Vor zwei Wochen haben die USA russische und syrische Flugzeuge davor gewarnt, US-Bodentruppen in Syrien anzugreifen. Und man hat sich einem Abkommen mit Russland verweigert, „moderate Rebellen“ die mit anerkannten Terroristen zusammenarbeiten, als nicht „moderat“ einzustufen und anzugreifen.

Im Grunde versucht die Obama-Regierung, das Scheitern ihres „Regimewechsel“-Projekts durch Hinhalten und Verzögern zu verhindern. Vielleicht ist es das Ziel, das Projekt für eine aggressivere US-Politik unter einer Präsidentin Clinton am Leben zu halten. Sie spricht ja ständig von einer „Flugverbotszone“ und einer „Sicherheitszone“, die Codewörter für eine direkte Militärinvasion der USA in Syrien.

Clintons Verbündete im Kongress haben jüngst eine HR5732 auf den Weg gebracht. Damit würden die wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen gegen Syrien erhöht und es wird die Einrichtung einer „no fly zone“ vorgeschlagen.

Ashley Smith behauptet, dass viele der amerikanischen Linken glühende Unterstützer von „unterdrückerischen Regimen“ wie Syrien und Iran seien und er verspottet jene Linken, die die „grüne Bewegung“ im Iran für ein US-Projekt halten. Sein Spott wird durch keine geringere als Hillary Clinton selbst als Ignoranz entlarvt.

In ihrem Buch „Hard Choices“ erzählt Clinton, wie das Außenministerium ein Arrangement mit Twitter traf, um ein System-Upgrade zu verschieben, das den Social Media-Giganten zu einer kritischen Zeit offline gestellt hätte, genau nach den Wahlen 2009 im Iran. Clinton und ihr Team haben aktiv die Proteste im Iran unterstützt.

Es kommen gefährliche Zeiten

Einige Nahost-Experten haben die fehlerhafte Analyse gemacht, dass Israel nicht in die Aggression gegen Syrien verwickelt wäre. In Wahrheit stehen die Interessen Israels im Mittelpunkt der US-Politik gegen Syrien. Michael Oren, der israelische Botschafter in den USA war deutlich: „Die erste Botschaft zur Syrienfrage war, dass wir immer die Absetzung von Bashar Assad wollten.“ Er sagte auch: „Schlechte Jungs, die vom Iran unterstützt werden“ sind schlimmer als „schlechte Jungs, die nicht vom Iran unterstützt werden“. Anders ausgedrückt: Israel will lieber Chaos und Al Qaeda als ein stabiles und unabhängiges Syrien.

Saudi Arabien ist der andere Schlüsselpartner der USA, der den Sturz der syrischen Regierung will. Mit seinen engen Verbindungen zur Ölindustrie, dem militärisch-industriellen Komplex und zur Wall Street hat Saudi Arabien einen enormen Einfluss in Washington. Seit 18 Monaten bombardiert es gnadenlos den Jemen und finanziert und unterstützt weiterhin den Stellvertreterkrieg gegen Syrien, ohne nennenswerten Einspruch aus Washington.

Saudi Arabien und Israel wollen das gleiche: Die Allianz des Widerstands knacken, die vom Iran über Syrien bis zum Libanon reicht. Sie sind mit den US-Neokonservativen verbündet, die immer noch von einem „neuen amerikanischen Jahrhundert“ träumen, in dem die USA gleichzeitig mehrere Kriege führen, um ihre „einzigartige“ und alleinige Überlegenheit durchzusetzen. Diese Strategie verletzt systematisch internationales Recht, so wie sie das mit dem Anheizen des Krieges gegen Syrien tun.

Obwohl sich die Gezeiten gegen die Kräfte des „Regimewechsel“ in Syrien wenden, haben sie noch nicht aufgegeben und eskalieren möglicherweise sogar. Diese Möglichkeit wird durch propagandistische Schilderungen wie die von Ashley Smith erhöht.

(Link in rot, v.m. eingefügt.)

Die Banalität der Gewalt

thx_4_friendshitNur gut das der Autor, Giorgos Christides, zu FAUL war, den Ursprung der Flüchtlingswelle zu hinterfragen, nein, der Populist beschränkt sich darauf die Flüchtlinge und ihre Lebensumstände als Übel darzustellen. Das es keine Flüchtlinge geben würde, wenn der Westen nicht ständig „seine“ Werte und Demokratie zu exportieren versuchen würde, davon steht nicht ein Wort in dieser bodenlosen Frechheit, welche der Spiegel versucht als Journalismus zu verkaufen. Es steht auch nichts in dem Artikel, dass wenn man nur ein Bruchteil der Millionen und Milliarden die man in Regimechanges, den Aufbau von Armeen und dem Export von Meinungsfreiheiten(eingefordert immer nur woanders, nur nicht hier, im eigenen Land)  ausgeben würde, es den Menschen, selbst in diesen furchtbaren Lagern, besser gehen würde.

Für den eiligen gibt es immerhin eine Zusammenfassung, lesen, verstehen und reflektieren war einmal – Meinung vorgeben, dass ist der Journalismus der Neuzeit im #neuland: Zusammengefasst: Im improvisierten Flüchtlingscamp in Idomeni ist die Gewalt zu etwas Alltäglichem geworden. Und das Elend: Kinder, die in absoluter Armut leben und mit Steinen spielen. Schwangere Frauen, die in nassen Zelten schlafen müssen. Alte, die für eine warme Mahlzeit stundenlang anstehen müssen. Wer lange genug hier ist, stumpft ab und nimmt die Bedingungen vor Ort hin.

Darauf kommt es doch schliesslich an!

Idomeni: http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-in-idomeni-gewalt-und-chaos-sind-alltaeglich-geworden-a-1087046.html

Die Saporoger Kosaken schreiben dem türkischen Sultan einen Brief

Du türkischer Teufel, Bruder und Genosse des verfluchten Teufels und des leibhaftigen Luzifers Sekretär! Was für ein Ritter bist du zum Teufel, wenn du nicht mal mit deinem nackten Arsch einen Igel töten kannst? Was der Teufel scheißt, frisst dein Heer. Du wirst keine Christensöhne unter dir haben. Dein Heer fürchten wir nicht, werden zu Wasser und zu Lande uns mit dir schlagen, gefickt sei deine Mutter!
Du Küchenjunge von Babylon, Radmacher von Mazedonien, Ziegenhirt von Alexandria, Bierbrauer von Jerusalem, Sauhalter des großen und kleinen Ägypten, Schwein von Armenien, tatarischer Geißbock, Verbrecher von Podolien, Henker von Kamenez und Narr der ganzen Welt und Unterwelt, dazu unseres Gottes Dummkopf, Enkel des leibhaftigen Satans und der Haken unseres Schwanzes. Schweinefresse, Stutenarsch, Metzgerhund, ungetaufte Stirn, gefickt sei deine Mutter!
So haben dir die Saporoger geantwortet, Glatzkopf. Du bist nicht einmal geeignet, christliche Schweine zu hüten. Nun müssen wir Schluss machen. Das Datum kennen wir nicht, denn wir haben keinen Kalender. Der Mond ist im Himmel, das Jahr steht im Buch und wir haben den gleichen Tag wie ihr. Deshalb küss unseren Hintern!
Unterschrieben: Der Lager-Ataman Iwan Sirko mitsamt dem ganzen Lager der Saporoger Kosaken.[2]

Geschichte: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Saporoger_Kosaken_schreiben_dem_t%C3%BCrkischen_Sultan_einen_Brief

q: https://de.wikipedia.org/wiki/Ilja_Jefimowitsch_Repin

Der türkische „Merkel Plan“ – eine Showveranstaltung auf hohem Niveau

Der „Merkel Plan“ wurde übrigens nicht, wie der Name suggeriert, von der deutschen Regierung, sondern von der ESI, einem internationalen Think Tank, entworfen, das von zahlreichen europäischen und amerikanischen Regierungen, NGOs und Think Tanks, wie beispielsweise der Stiftung Mercator, George Soros´ Open Society Institute, dem Rockefeller Brothers Fund und dem German Marshall Funds finanziert wird: http://www.nachdenkseiten.de/?p=31998

RT-Enthüllungen von Verbindungen zwischen Türkei und IS

wolfNun gut, Herr Erdogan, zur Erinnerung:
Ich werde hier etwas sehr Starkes sagen: Wenn so eine Sache bewiesen wird, würde es die Vornehmheit unserer Nation erfordern, dass ich nicht im Amt bleibe

Er kann, glaube ich, anfangen die Koffer zu packen: http://de.sputniknews.com/politik/20160324/308667158/rt-enthuellungen-tuerkei-is.html